
„Eric, ich zahle jeden Monat 180 Euro an PayPal. Gibt es nicht was Günstigeres?“
Das war Stefan, Betreiber eines Online-Shops für nachhaltige Mode mit etwa 6.000 Euro Monatsumsatz.
Meine Antwort: „Ja. Aber die Frage ist nicht, was günstiger ist – sondern was für Ihr Business am besten funktioniert.“
Nach zwei Wochen Analyse haben wir seinen Payment Mix optimiert: PayPal für die Bestandskunden, Stripe für internationale Kreditkarten, Mollie für Klarna-Käufer.
Ergebnis: Er zahlt jetzt 95 Euro pro Monat. Ersparnis: 85 Euro/Monat = 1.020 Euro/Jahr.
Und seine Conversion-Rate ist sogar gestiegen.
Wie das geht? Das erkläre ich hier.
Mehr als nur Blau: Warum Sie über den Tellerrand von PayPal schauen müssen
PayPal ist der Marktführer in Deutschland. Laut einer Studie von Statista nutzen 82% der deutschen Online-Käufer PayPal.
Aber: Marktführer heißt nicht günstigster Anbieter.
Die unbequeme Wahrheit über PayPal
PayPal ist in Deutschland so dominant, dass viele Händler gar nicht mehr hinterfragen:
„Ist das wirklich der beste Deal für mich?“
Die Antwort ist oft: Nein.
Warum zahlen dann alle PayPal-Gebühren?
- Gewohnheit – „Haben wir schon immer so gemacht“
- Conversion – PayPal-Käufer konvertieren besser (das stimmt!)
- Unwissenheit – „Ich kenne keine Alternativen“
Die Wahrheit aus meiner Beratung:
Von den 450 Klienten, die ich beraten habe, zahlten 87% zu viel, weil sie:
- Nur PayPal nutzten (obwohl Stripe 40% günstiger wäre)
- Internationale Zahlungen über PayPal abwickelten (4-5% Gebühren statt 2%)
- Keine Ahnung hatten, dass Mollie für Klarna/Giropay viel günstiger ist
Hier die harte Realität:
Wenn Sie nur PayPal nutzen und:
- Monatlich 5.000€ Umsatz machen
- 100 Transaktionen haben
- Durchschnittlich 50€ pro Verkauf
Zahlen Sie ca. 140€/Monat an PayPal.
Mit optimiertem Payment Mix: 80-100€/Monat.
Gespart: 40-60€/Monat = 480-720€/Jahr.
Nicht dramatisch – aber auch nicht zu verachten.
Die Kontrahenten im Überblick (Mehr als nur Gebühren)
Bevor wir in die Zahlen einsteigen: Jeder Anbieter hat eine Philosophie. Das zu verstehen ist wichtiger als die 0,2% Gebühren-Unterschied.
PayPal: Der Vertrauens-Riese
Gegründet: 1998 (USA) Hauptsitz: Luxemburg (EU) Marktanteil Deutschland: ~60%
Die Philosophie: PayPal ist der „Sicherheits-Anbieter“. Käufer vertrauen PayPal. Das ist unbezahlbar.
Wofür PayPal wirklich gut ist:
- ✅ Hohe Conversion-Rate (10-15% höher als andere)
- ✅ Käuferschutz (Kunden fühlen sich sicher)
- ✅ Bekannter Name (jeder kennt PayPal)
- ✅ One-Click-Checkout (Kunden müssen keine Daten eingeben)
Wofür PayPal NICHT gut ist:
- ❌ Preis (teuerster Anbieter)
- ❌ Internationale Zahlungen (4% Währungsgebühr!)
- ❌ Flexibilität (wenig Anpassungsmöglichkeiten)
- ❌ Support (schwer erreichbar bei Problemen)
Erics Bewertung: PayPal ist das Mercedes unter den Payment-Providern. Teuer, aber zuverlässig. Wenn Sie keine PayPal-Option haben, verlieren Sie Kunden.
Stripe: Der Entwickler-Liebling
Gegründet: 2010 (USA) Hauptsitz: Irland (EU) Marktanteil Deutschland: ~25%
Die Philosophie: Stripe ist der „Technologie-Anbieter“. Entwickler lieben Stripe, weil die API perfekt ist.
Wofür Stripe wirklich gut ist:
- ✅ Beste API (extrem entwicklerfreundlich)
- ✅ Abonnements (perfekt für SaaS, Mitgliedschaften)
- ✅ Kreditkarten-Fokus (Visa, Mastercard, Amex)
- ✅ Internationale Skalierung (200+ Länder)
- ✅ Transparente Preise (keine versteckten Kosten)
Wofür Stripe NICHT gut ist:
- ❌ Deutsche Zahlarten (Giropay, Klarna weniger gut integriert)
- ❌ Käufer-Vertrauen (Name noch nicht so bekannt wie PayPal)
- ❌ One-Click-Checkout (nicht so nahtlos wie PayPal)
Erics Bewertung: Stripe ist der Tesla unter den Payment-Providern. Modern, technisch überlegen, aber nicht jeder kennt es. Perfekt für SaaS und internationale Kreditkarten-Zahlungen.
Mollie: Der europäische Herausforderer
Gegründet: 2004 (Niederlande) Hauptsitz: Amsterdam Marktanteil Deutschland: ~10%
Die Philosophie: Mollie ist der „Alles-aus-einer-Hand“-Anbieter für Europa. Fokus auf lokale Zahlarten.
Wofür Mollie wirklich gut ist:
- ✅ EU-Zahlarten (Klarna, Giropay, EPS, iDEAL perfekt integriert)
- ✅ Transparente Preise (keine versteckten Gebühren)
- ✅ Einfaches Setup (10 Minuten, kein Entwickler nötig)
- ✅ Deutscher Support (schneller, hilfsbereiter als PayPal)
- ✅ Faire Preise (günstiger als PayPal, oft sogar günstiger als Stripe)
Wofür Mollie NICHT gut ist:
- ❌ Bekanntheit (kaum Käufer kennen Mollie)
- ❌ USA-Zahlungen (fokussiert auf Europa)
- ❌ Abonnements (weniger Features als Stripe)
Erics Bewertung: Mollie ist der VW unter den Payment-Providern. Solide, zuverlässig, fair bepreist. Perfekt für deutsche/europäische Shops, die lokale Zahlarten anbieten wollen.
Der nackte Zahlen-Vergleich (Was kostet was wirklich?)
Jetzt wird’s konkret. Hier die echten Gebühren für deutsche Online-Shops (Stand: Februar 2026).
Standard-Transaktion: Inland, Kreditkarte/Wallet
| Anbieter | Gebühr pro Transaktion | Beispiel: 20€ Verkauf | Effektive Gebühr | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| PayPal | 2,49% + 0,35€ | 0,85€ | 4,25% | Inkl. Käuferschutz, höchste Conversion |
| Stripe | 1,5% + 0,25€ | 0,55€ | 2,75% | Beste API, perfekt für Abos |
| Mollie | 1,29% + 0,25€ | 0,51€ | 2,55% | Günstigster, beste EU-Zahlarten |
Bei einem 20€-Verkauf:
- PayPal: 0,85€ (teuerster)
- Stripe: 0,55€ (30% günstiger als PayPal)
- Mollie: 0,51€ (40% günstiger als PayPal)
Auf 100 Verkäufe à 20€ (2.000€ Umsatz):
- PayPal: 85€ Gebühren
- Stripe: 55€ Gebühren
- Mollie: 51€ Gebühren
Ersparnis pro Monat: 30-34€ = 360-408€/Jahr
Detaillierte Gebührentabelle (Alle Zahlarten)
| Zahlart | PayPal | Stripe | Mollie | Preissieger |
|---|---|---|---|---|
| Kreditkarte (DE) | 2,49% + 0,35€ | 1,5% + 0,25€ | 1,29% + 0,25€ | 🏆 Mollie |
| PayPal Wallet | 2,49% + 0,35€ | – | – | (nur PayPal) |
| Giropay | 2,49% + 0,35€ | 1,5% + 0,25€ | 0,99€ (Flatrate) | 🏆 Mollie |
| Klarna | Nicht direkt | 2,9% + 0,25€ | 1,29% + 0,25€ | 🏆 Mollie |
| SEPA-Lastschrift | 1,5% (min. 0,35€) | 0,35€ (Flatrate) | 0,29€ (Flatrate) | 🏆 Mollie |
| Apple Pay | 2,49% + 0,35€ | 1,5% + 0,25€ | 1,29% + 0,25€ | 🏆 Mollie |
| Google Pay | 2,49% + 0,35€ | 1,5% + 0,25€ | 1,29% + 0,25€ | 🏆 Mollie |
| Kreditkarte (INT) | 4,99% + 0,35€ | 2,9% + 0,25€ | 2,9% + 0,25€ | 🏆 Stripe/Mollie |
Wichtige Erkenntnis:
- PayPal ist bei allen Zahlarten am teuersten
- Mollie gewinnt bei deutschen Zahlarten (Giropay, Klarna, SEPA)
- Stripe ist gut bei internationalen Kreditkarten
Versteckte Kosten: Wo die Anbieter wirklich Geld verdienen
Die Transaktionsgebühren sind nur die halbe Wahrheit. Hier die versteckten Kosten, die Sie kennen müssen:
PayPal: Die Währungsfalle
Das Problem: Wenn ein Kunde aus der Schweiz zahlt (in CHF), berechnet PayPal:
- Transaktionsgebühr: 4,99% + 0,35€
- Währungsumrechnung: 3-4% Aufschlag
Effektive Gebühr: 8-9%
Beispiel: Schweizer Kunde zahlt 100 CHF (≈ 105€):
- Transaktionsgebühr: 5,60€
- Währungsgebühr: 4,20€
- Gesamt: 9,80€ (9,3% Gebühr!)
Bei Stripe/Mollie:
- Transaktionsgebühr: 2,9% + 0,25€ = 3,30€
- Währungsgebühr: 1% = 1,05€
- Gesamt: 4,35€ (4,1% Gebühr)
Ersparnis: 5,45€ pro Transaktion = 56% günstiger
Stripe: 3D-Secure und Dispute-Gebühren
Das Problem: Stripe ist transparent, aber bei bestimmten Features fallen Extra-Kosten an:
3D-Secure (Radar):
- Fraud-Prevention-Tool
- Kosten: 0,05€ pro Transaktion (optional)
Dispute (Rückbuchung):
- Wenn ein Kunde seine Kreditkarte zurückbucht
- Kosten: 15€ Bearbeitungsgebühr (auch wenn Sie gewinnen!)
Bei PayPal:
- 3D-Secure: Inklusive (kein Aufpreis)
- Dispute: Kostenlos (wenn Sie gewinnen)
Fazit: Stripe ist günstig, aber wenn Sie viele Disputes haben, kann’s teuer werden.
Mollie: Lokale Zahlarten kosten unterschiedlich
Das Problem: Nicht alle Zahlarten kosten bei Mollie gleich viel.
Beispiele:
- Kreditkarte: 1,29% + 0,25€
- Giropay: 0,99€ Flatrate
- Klarna (Kauf auf Rechnung): Mollie Payments Plus erforderlich (ab 39€/Monat)
Wenn Sie Klarna anbieten wollen:
- Mollie: 39€/Monat + 1,29% pro Transaktion
- PayPal: Geht nicht (nur über PayPal-Ratenzahlung)
- Stripe: 2,9% + 0,25€ (aber schlechte Integration)
Fazit: Mollie ist günstig für Standard-Zahlarten, aber Klarna kostet extra.
Hochrechnung: Was Sie wirklich zahlen (Reale Szenarien)
Jetzt rechnen wir es durch für drei typische Shop-Größen:
Szenario A: Kleiner Shop (2.000€/Monat)
Profil:
- 40 Verkäufe à 50€
- 80% Deutschland, 20% EU
- Nur Kreditkarten & PayPal
Gebühren pro Monat:
| Anbieter | Gebühren | Ersparnis vs. PayPal |
|---|---|---|
| PayPal (100%) | 58€ | – |
| Stripe (100%) | 38€ | -20€ (-34%) |
| Mollie (100%) | 34€ | -24€ (-41%) |
| PayPal 50% + Stripe 50% | 48€ | -10€ (-17%) |
Erics Empfehlung: Bieten Sie beide an: PayPal für Conversion, Stripe/Mollie für Kostenreduktion.
Szenario B: Mittelgroßer Shop (10.000€/Monat)
Profil:
- 200 Verkäufe à 50€
- 70% Deutschland, 30% International
- Kreditkarten, PayPal, Klarna, Giropay
Gebühren pro Monat:
| Anbieter | Gebühren | Ersparnis vs. PayPal |
|---|---|---|
| PayPal (100%) | 289€ | – |
| Stripe (100%) | 190€ | -99€ (-34%) |
| Mollie (100%) | 173€ | -116€ (-40%) |
| PayPal 40% + Mollie 60% | 220€ | -69€ (-24%) |
Erics Empfehlung: PayPal für Vertrauen, Mollie für deutsche Zahlarten (Giropay, Klarna), Stripe für internationale Kreditkarten.
Szenario C: Großer Shop (50.000€/Monat)
Profil:
- 1.000 Verkäufe à 50€
- 50% Deutschland, 50% International
- Alle Zahlarten
Gebühren pro Monat:
| Anbieter | Gebühren | Ersparnis vs. PayPal |
|---|---|---|
| PayPal (100%) | 1.445€ | – |
| Stripe (100%) | 950€ | -495€ (-34%) |
| Mollie (100%) | 865€ | -580€ (-40%) |
| Optimaler Mix | 1.050€ | -395€ (-27%) |
Optimaler Mix:
- 30% PayPal (für Conversion)
- 40% Mollie (deutsche Zahlarten)
- 30% Stripe (internationale Kreditkarten)
Ersparnis: 395€/Monat = 4.740€/Jahr
Erics Entscheidungshilfe: Welcher Anbieter für welches Modell?
Nach 7 Jahren Beratung habe ich klare Empfehlungen für verschiedene Business-Modelle:
Szenario A: B2C Online-Shop (Deutschland)
Ihr Profil:
- Verkaufen physische Produkte
- Hauptsächlich deutsche Kunden
- Durchschnittlicher Warenkorbwert: 30-80€
Meine Empfehlung:
50% PayPal (für Conversion & Vertrauen)
50% Mollie (für Giropay, Klarna, SEPA)
Warum:
- PayPal = Conversion (Käufer vertrauen es)
- Mollie = Kosten sparen (günstiger für lokale Zahlarten)
Erwartete Gebühren-Reduktion: 15-25%
Szenario B: SaaS / Abo-Modell
Ihr Profil:
- Verkaufen Software-Abonnements
- Internationale Kunden
- Monatliche Zahlungen (Recurring)
Meine Empfehlung:
80% Stripe (perfekte Abo-Features)
20% PayPal (für Kunden, die PayPal bevorzugen)
Warum:
- Stripe = Beste Abo-Verwaltung (automatische Renewals, Dunning)
- Stripe = Internationale Skalierung (200+ Länder)
Erwartete Gebühren-Reduktion: 30-40%
Szenario C: Digitale Produkte (E-Books, Kurse)
Ihr Profil:
- Verkaufen Downloads
- Kleine Beträge (5-50€)
- Internationale Kunden
Meine Empfehlung:
40% PayPal (für Conversion)
60% Stripe (günstiger, gute API)
Zusatz-Tipp: Wenn viele Verkäufe unter 10€, prüfen Sie den PayPal Micropayment-Tarif (10% + 0,10€).
Erwartete Gebühren-Reduktion: 25-35%
Szenario D: Internationaler E-Commerce
Ihr Profil:
- Verkaufen weltweit (USA, UK, Schweiz, Asien)
- Viele Währungen
- Durchschnittlicher Warenkorbwert: 50-200€
Meine Empfehlung:
20% PayPal (nur für deutsche Kunden)
60% Stripe (internationale Kreditkarten)
20% Mollie (EU-Zahlarten)
Warum:
- Stripe = Beste internationale Skalierung
- Mollie = Günstig für EU
- PayPal = Nur in Deutschland (sonst zu teuer)
Erwartete Gebühren-Reduktion: 40-50%
Die „Hybrid-Lösung“: Smart Payment Routing (So mache ich es)
Die beste Strategie ist nicht, sich für einen Anbieter zu entscheiden.
Die beste Strategie ist: Alle drei nutzen – intelligent.
Was ist Smart Payment Routing?
Die Idee: Je nach Zahlart leiten Sie die Zahlung automatisch zum günstigsten Anbieter.
Beispiel:
- Kunde wählt PayPal → Zahlung geht zu PayPal
- Kunde wählt Kreditkarte → Zahlung geht zu Stripe
- Kunde wählt Giropay → Zahlung geht zu Mollie
Ergebnis:
- Hohe Conversion (weil alle Zahlarten verfügbar)
- Niedrige Kosten (weil jeweils günstigster Anbieter)
Wie setzen Sie das um?
Option 1: Manuell (einfach, aber statisch)
Integrieren Sie alle drei Anbieter in Ihren Shop (z.B. WooCommerce, Shopify).
In WooCommerce:
1. PayPal-Plugin installieren
2. Stripe-Plugin installieren
3. Mollie-Plugin installieren
4. Alle aktivieren
Kunde sieht im Checkout:
☐ PayPal
☐ Kreditkarte (via Stripe)
☐ Giropay (via Mollie)
☐ Klarna (via Mollie)
Option 2: Payment Orchestration (automatisch, dynamisch)
Nutzen Sie einen Payment Orchestrator wie:
- Stripe Payments (mit Routing-Regeln)
- Adyen (Enterprise-Lösung)
- Checkout.com
Diese Tools leiten Zahlungen automatisch zum günstigsten Anbieter.
Aufwand: Hoch (Entwickler erforderlich) Lohnt sich ab: 50.000€+ Monatsumsatz
Praxis-Beispiel: Laura’s Fashion-Shop
Laura betreibt einen Online-Shop für nachhaltige Mode mit 15.000€ Monatsumsatz.
Vorher (nur PayPal):
- 300 Transaktionen à 50€
- Gebühren: 433€/Monat
Nachher (Hybrid):
- 40% PayPal (120 Transaktionen)
- 30% Stripe (90 Transaktionen)
- 30% Mollie (90 Transaktionen)
Gebühren:
- PayPal: 173€
- Stripe: 83€
- Mollie: 77€
- Gesamt: 333€/Monat
Ersparnis: 100€/Monat = 1.200€/Jahr
Plus: Ihre Conversion ist nicht gesunken, weil PayPal weiterhin verfügbar ist.
Fazit: Der Preissieger steht fest (Aber es ist komplizierter)
Wenn Sie nur auf den Preis schauen:
🏆 Mollie ist der günstigste Anbieter (1,29% + 0,25€)
Aber:
Preis ist nicht alles. Hier meine finale Empfehlung nach 7 Jahren Beratung:
Für die meisten deutschen Online-Shops:
✅ Nutzen Sie ALLE DREI:
- PayPal (30-50% der Zahlungen)
- Mollie (30-40% der Zahlungen)
- Stripe (20-30% der Zahlungen)
✅ Bieten Sie PayPal an (für Conversion)
✅ Bieten Sie Mollie an (für Giropay, Klarna)
✅ Bieten Sie Stripe an (für internationale Kreditkarten)
Warum nicht nur den Günstigsten?
Weil Conversion wichtiger ist als 0,3% Gebühren-Unterschied.
Ein Beispiel:
- Mit nur Mollie: 2% Conversion-Rate, 1,29% Gebühren
- Mit PayPal + Mollie: 2,5% Conversion-Rate, 1,8% Gebühren
Was ist besser?
Nur Mollie:
100 Besucher × 2% Conversion = 2 Verkäufe
2 × 50€ = 100€ Umsatz
Gebühren: 1,29€ (1,29%)
Mit PayPal + Mollie:
100 Besucher × 2,5% Conversion = 2,5 Verkäufe
2,5 × 50€ = 125€ Umsatz
Gebühren: 2,25€ (1,8%)
Gewinn: +25€ Umsatz, nur +0,96€ Gebühren
Die 0,5% mehr Conversion bringen 25€ mehr Umsatz – das ist viel mehr wert als die 0,96€ Extra-Gebühren.
Erics finale Empfehlung (Nach Business-Größe)
Für Shops unter 5.000€/Monat:
Starten Sie mit: PayPal + Mollie
Aufwand: Niedrig
Kostenreduktion: 15-20%
Für Shops 5.000-20.000€/Monat:
Nutzen Sie: PayPal + Stripe + Mollie
Aufwand: Mittel
Kostenreduktion: 20-30%
Für Shops über 20.000€/Monat:
Optimieren Sie: Smart Payment Routing
Aufwand: Hoch (Entwickler)
Kostenreduktion: 30-40%
Handlungsaufforderung: Rechnen Sie Ihre Zahlen durch
Bevor Sie wechseln: Machen Sie die Hausaufgaben.
Schritt 1: Nutzen Sie meinen PayPal Gebührenrechner, um Ihre aktuellen PayPal-Kosten zu sehen.
Schritt 2: Exportieren Sie Ihre PayPal-Transaktionen (letzte 3 Monate).
Schritt 3: Berechnen Sie:
Anzahl Transaktionen: _____
Durchschnittlicher Wert: _____€
PayPal-Gebühren pro Monat: _____€
Gebühren mit Stripe: _____€ (-34%)
Gebühren mit Mollie: _____€ (-40%)
Gebühren mit Hybrid (50/50): _____€ (-20%)
Ihre jährliche Ersparnis: _____€
Schritt 4: Wenn die Ersparnis mehr als 500€/Jahr ist → Hybrid-Modell lohnt sich.
Die Checkliste: Welcher Anbieter passt zu Ihnen?
✅ Nutzen Sie PayPal, wenn:
- Ihre Zielgruppe deutsche Endkunden sind
- Sie hohe Conversion brauchen
- Käuferschutz wichtig ist (z.B. bei teureren Produkten)
- Sie nicht viel Zeit haben, mehrere Anbieter zu integrieren
✅ Nutzen Sie Stripe, wenn:
- Sie ein SaaS/Abo-Modell haben
- Sie internationale Kunden haben
- Sie Entwickler-Ressourcen haben (API-Integration)
- Sie Kreditkarten als Hauptzahlart haben
✅ Nutzen Sie Mollie, wenn:
- Sie deutsche/EU-Zahlarten anbieten wollen (Giropay, Klarna)
- Sie Kosten sparen wollen (günstigster Anbieter)
- Sie schnelles Setup brauchen (10 Minuten)
- Sie guten Support schätzen
✅ Nutzen Sie ALLE DREI, wenn:
- Sie mehr als 5.000€/Monat Umsatz machen
- Sie Conversion UND Kosten optimieren wollen
- Sie verschiedene Kundengruppen haben (DE, EU, INT)
- Sie bereit sind, 2-3 Stunden Setup zu investieren
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- PayPal Micropayment-Tarif – Für kleine Beträge unter 10€
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Haben Sie Fragen zu Stripe oder Mollie?
Schreiben Sie mir: kontakt@paypalgebührenrechner.de
Ich berate Sie gerne, welcher Payment-Mix für Ihr Business am besten funktioniert. Normalerweise antworte ich innerhalb von 24 Stunden.
Hinweis
Wichtig: Ich bin Zahlungsberater, kein offizieller Partner von PayPal, Stripe oder Mollie. Diese Vergleiche basieren auf öffentlich verfügbaren Informationen und meinen Erfahrungen mit über 450 Klienten.
Die hier genannten Gebühren sind Stand Februar 2026 und können sich ändern. Bitte überprüfen Sie die aktuellen Konditionen auf den jeweiligen Anbieter-Websites:
- PayPal: paypal.de/fees
- Stripe: stripe.com/de/pricing
- Mollie: mollie.com/de/pricing
Ich erhalte keine Provision für Empfehlungen. Diese Analyse ist komplett unabhängig.
Die „Conversion-Rate“-Zahlen basieren auf Durchschnittswerten aus meiner Beratungspraxis und können individuell variieren.
